09185. briefe an die avantgarde

liebe freunde der schwerkraft,

ich verfasse dies im (vollbesitz meiner geistigen kräfte) obwohl man sich darüber wohl nie ganz klar sein kann. euer flozirkus läszt einen ja auch nur halbwegs normal bleiben…

ihr fragt euch, wie ich mich befinde? ich befinde mich nicht. ich sammel mich dort ein, wo ihr (ablagerungen) hinterlaszt. an, ja…, dann auch. aber zuerst -ein-. es ist, als wenn sich in euerm (sediment) erst meine sporen, hier (spuren) zu bilden vermögen, die ich dann, ohne -rockmoment- versteht sich, halbblind zusammensuche und mühsam die tauben von den nichttauben trenne. am anfang entscheidet das gehör. voici…, eine tumbe parole.

wieviel ist 1000 wörter? tausend? wann ist das wort zu ende? bei 1000? voici, fr. stein: ich kann diese stelle nicht wiederfinden, wo TAUSEND stand. wo habt ihr das hingeschrieben… euer (sendungsbewusztsein) trifft nicht mein (findungsbewusztsein), immer nicht; kaum vcvs. 146 und was wollte ich sagen…

vielleicht ist jeder 1. lernt kennen, tauscht aus, verkauft sich oder nicht oder 1 anderes oder auch nicht. ich weisz, -das ammortisiert sich nicht-. weisz, dasz eh nur geschrieben wird, mehr nicht vermutlich. macht ihr irgendwann zu? wie sieht das aus von der anderen seite…; ist da auch irgendwas -avantgarde-? was macht eure sporen sich bilden? die vielen nassen flecke in der landschaft…; überall siedlungsaufwand, der nachher albern wirken musz, wenn die pioniere die referenzflächen aussparen. vielleicht entstehen so die muster; ja, es wird wohl. läszt sich auf diesen bauen? diesen aufgelassenen einfriedungen dessen, was ihr irgendwann besetzt habt? („du muszt dein leben ändern…“) bei 257.

und nun einsammeln. für mich geht das konzept auf: es lohnt sich. ich meine das ernst. tausch/kauf/diebstahl. der rest im haben unter (werbungskosten). ich musz es also ernst nehmen, oder? ich fange an, geld zu verdienen mit dem scheisz. okay, 70% der einnahmen sind im weitesten sinne -naturalien- also mehr oder weniger (tauschgeschäfte) zwischen bier, wein, otherpeoplespublications. abers zählt, oder? oder. die bücher stehn ja im regal. ich müszte nur einmal ehrlich erfahren, ob ich jemanden abgezogen habe oder ob ihr das genauso macht, dann hätte ich ein besseres gefühl, die (kandidaten) anzuhaun. ich bin ein spettat, aber ich bin mein eigener spettat.

das sollte eine klärung bewirken hier: ich bin… mein eigener spettat. ich habe -spettat- an anderer stelle ausführlich versucht zu (beleuchten) für jene, die mit dem wort vielleicht nix anfangen können. an noch anderen stellen, in der -realität- versuche ich ebenfalls, euch darin zu (erhellen) was es heiszt, ein spettat zu sein. ich erkläre das weniger, als es euch vorzuleben. an euch ist sehr wenig spettat auszumachen…, vielleicht geht das mit der zeit verloren, wenn die (bücher) irgendwann in anderer leute regalen stehen, in buchhandlungen zu erwerben sind, auf lesungen vertickt werden. kann sein. findet ihr das gut? okay, zugegebenermaszen habe ich auch an (verlegten) spettat ausmachen können; da jedoch rührt das weniger von dem gefühl her der eigenen fehlbarkeit als eben dem der vermeinten unfehlbarkeit. von manchen ist eine höhe erreicht worden, von der aus sie nicht mehr erkennen können, wo der quark wirklich nur spielt, den sie von sich geben. ich möchte da eine analogie bringen: ich glaube benn, kafka und hölderlin sind sehr viel leiser gewesen als zb. st. george und th. mann, auch fr. lasker-schüler oder ein paar aussortierte des expressionismus haben vermutlich leise gesprochen. nicht dasz ich th. mann zumindest nicht auch sehr schätze; die fallhöhe jedoch, von der aus er und hr. george besonders manchmal leicht ins lächerliche abdriften, weil sie sich ihrer wirkung bewuszt sind und diese pose -in der primäre- (heidegger auch, was für ein 2/3 schmarrn da teilweise zustandekam) zur geltung bringen…, ist immens, und von heut aus betrachtet sind sie sehr tief gefallen. nietzsche zb. als gegenbeispiel: der über-angeber, der allesbringer, der blind für sich war; und dagegen sein antagonist der mann mit dem schlapphut, der demselben wahn erlegen war, aber eben nur in der pose. wohin wollt ich grad?

achja…, der spettateigene…; nu…, vielleicht werd ich auch irgendwann fallen können, wenn mir ein aufstieg aus dem, was ich immer -sediment- nenne gelang. und vielleicht werd ich dann insgesamt so hoffe ich -leiser-. bisher begrenzt die reichweite meine stimme jdfs. noch nicht. im wald kann ich soviel glas kaputthaun, wie ich will, oder; auch während der mittagsruhe. es ist eben so, dasz ich da gern glas zerdepper und immer hoffe, jemand tritt rein und hat was, um sich aufzuregen. ich würde auch so lange dort sitzen und warten, bis das passiert, wenn ich nicht genau wüszte, dasz die stelle, die ich mir für mein polterabend ausgesucht hab, kaum begangen wird. ich werde schilder am waldrand aufstellen: hierlang, da liegen scherben im gebüsch osä. fürs erste genügt aber vielleicht, mit laut klingelnden beuteln vor dem wald auf und ab zu laufen, um jemanden zu der frage zu bewegen, was das ganze soll.

  • okay, und was soll das ganze?
  • naja…, ich will ein paar leute in den wald locken. weil auszer den scherben, die ich da verursacht habe, liegen eben jede menge andere, weit interessantere, wohlplaziert und eine passend zur anderen an allen möglichen stellen. ich kenne ein paar schöne und würde mich freuen, Sie an dem einen oder anderen scherbenhaufen zu treffen, um sich über provenienz, material, alter… der objekte; vielleicht geschlecht und herkunft der (zerdepperer) selbst und das setting an sich laut gedanken zu machen.

okay, ich glaub das haben die scherbenleute verstanden. es fehlen noch hundert wörter, die ich dazu nutzen möchte, den nächsten brief anzukündigen. ich werde mich in diesem einmal mit den (scherbenleuten) im besonderen auseinandersetzen. falls jemand einen kennt: der weg ist gangbar…, nur müssen sie eben ein biszchen deutsch lernen. dann klappts auch mit dem nachbarland. 50 noch? kann ich nicht einfach hier aufhören?

  • Sie haben tausend gesagt also tausend to fulfil, please.
  • und wenn ich jetzt nur noch müll…?
  • das tun Sie sowieso die ganze zeit, aber das war nicht die aufgabe, keinen müll zu produzieren. es ging um den brief. ist der jetz fertig?
  • tausend wörter —> avantgarde.

08365. ilb – die erste drauszenpost

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tag 1. 0700

Sie müssen jetzt die schuhe ausziehen, sagt die dame am empfang, und, mit diesen botten komm Sie hier nicht rein.

also tausche ich die lowa mit stahlkappen, die an den ecken durchscheinen, gegen docs ohne stahlkappe, die mir von der dame ausgehändigt werden.

das ist ein modell, mit dem Sie hier untenrum nicht auffallen werden. Sie wollen doch nicht auffallen, oder?

nein. alles, blosz nicht auffallen. ich werde mir eine ecke suchen, und mit kronkorken tictactoe spielen, verspreche ich. sie schlägt mir eine kastanie vor, unter welcher ich mich, an einen vorsprung des weges gelehnt, gerne aufhalten und Sie dürfen dort auch ruhig rauchen, zwinkert Sie mir zu.

der erste kreis, links oben natürlich, das labbrige (grüne) pale ale, gelingt sofort. ein ältlicher herr, den ich im letzten jahr den ausufernden getauft hatte, auch mit docs ausgestattet, setzt sich auf die kante und macht sein kreuz oben mittig mit dem deckel des labbrigen (roten) pale ale.

er wird gleich mit seinen eigenen deckeln weiterspielen, in seiner umhängetasche klingelt fröhlich glas.

als ich vom dixie, das neben dem barzelt aufgestellt ist, mit einem weiteren grünen deckel zurückkomme, bietet er mir ein richtiges bier an, aber jetzt haben wir das problem, dasz keiner von uns noch gewinnen kann, weil sich kreuz und kreis nicht mehr unterscheiden lassen. ich sage, lasz uns doch nature writing machen, hole das tablet aus der jacke, aber die batterie ist fast aufgebraucht, also sage ich, lasz uns doch zu nature writing gehen und mal zuhören, und er sagt okay, wir lassen das erstmal so stehen, oder. ich sage oder, wir können ja nachher weiterspielen. einig über erst die arbeit dann das vergnügen rumpeln wir unsere schwer vom nachdenken knochen hoch und setzen uns in die gartenbühne, um ein wenig zu schlafen…

tag 1.2 1800… -> -> -> ->

die empfangslogistik sieht in diesem jahr sehr professionell aus. die dame, die mir um 7 noch passende schuhe reichte und sehr freundlich wirkte, hängt jetzt vor dem fernseher und bald fängt die abendschau an. ich glaube nicht, dasz die anderen noch einmal mit sich um einen pasz verhandeln lassen, allgemein sieht jeder sehr zugeknöpft aus und von der schlange zur eröffnungsveranstaltung gestreszt. mir ist auch bisher kein bier über den weg gekullert. ich versuche, zu erkennen, was auf den pässen steht, nur die insider huschen aufgeregt durch die gegend. das heiszt, zuerst bin ich ausgesperrt. das heiszt, bisher habe ich nur ein paar docs abgestaubt. sie sehen etwas abgetragen aus, das paszt mir gut. vermutlich werde ich mein literaturfestival für heute nach kreuzberg verlegen. man munkelt von einer bar, in deren keller…, aber lassen wir das. ich habe die avantgarde noch nicht gesehen und der garten scheint ein biszchen verriegelt in meine richtung. das dixie steht 1 meter weiter weg vom barzelt als im letzten jahr und noch ist nichts zu riechen. aber auch das wird sich ändern…

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#1.3 2247.

schau, what you begin you better finish. zwei fahrräder noch, der staff tingelnd aus dem bühneneingang und ich mit dieser blöden idee. pizza. eigentlich nur noch pizza nach literatur. ungebremst lektorierende mit feuer…, wirklich feuer in den augen und atemlosen stimmen. vielleicht, dasz die geschichten nie in etwas münden, das ich noch verstehe, weil zb. von der gruseligen übersetzung ins deutsche zuviel übrigbleibt, eben grad noch eine story, keine sprache.

ich hatte mir kritik vorgenommen; es fiel mir nicht leicht, dies harte wort wirklich hinzuschreiben, aber so scheint das zu sein. interessiert eh keinen, oder… ach, geh, ab…, aber tamame.

#1.4 2353

nein, bleib kurz. mir ist eine milderung eingefallen, die die übersetzung rechtfertigen kann, auch wenn sie unmöglich klingt: wenn in einem englischsprachigen text (und für einen sprachbewuszten muttersprachler mag das ähnlich erscheinen) verben der einfachen vergangenheit derart aufeinanderhocken, dasz in einer sprache, deren präteritum zu neunzig prozent auf -te in der 3. person ausklingt, diese ballung ein unerträgliches stakkato erzeugt, musz man nicht einem jungen/weiblichen/studierten publikum welches ohnehin wenn dann das original liest, das buch durch diese präsentation lächerlich erscheinen lassen. mag sein, dasz in der häufung an sich doch auch schon eine unzulänglichkeit der autorin liegt, das fällt aber jemamdem nur schlicht des englischen mächtig nicht sofort auf, weil dort die verben immerhin noch häufiger gebeugt werden als in unserem hätte hätte…

kleine entschuldigung. hauptsache feuer in den augen. krähen/tintenfische/multiple personae.

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#2.1 0932

geil. kein regen in diesem sommer. geil, nur sonne. geil.

#2.2 1925

– ich musz mich entschuldigen. ich rufe etwas spät an…

– nein, das buch ist noch nicht veröffentlicht. also nicht richtig.

– ja, ich weisz. bekomme ich gerade mit. da wird etwas entwickelt.

– ja, leider…, jetzt kann ich dazu nix mehr schreiben, ich weisz. genau…, absolut lächerlich.

– hab ich mich nie drum gekümmert. ich höre hier zum ersten mal dieses wort…

– gärtner. ja. friedhofsgärtner. schade eigentlich…, Sie wissen…, jede menge stoff. aber nee, klar…, absolut lächerlich. vielleicht, wenn ich was anderes mache…, kochbücher oder so. -kochen mit schnecken-…, geht über wie man frauen durch kochkünste, also kühnste kochkünste, also kochen mit schnecken usw., rinderherzen, hühnermägen…, ja, das ganze programm. chauviküche eben…, und wie man sie beeindruckt, fische ausnehmen, schweine schlachten, enten federn…

– ja, setzich mich ran. genau, der gärtner is gestrichen. das war -nature writing-.

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#2.3 2227

nur kurz. und wahrscheinlich, auf dem weg nach hause, wird mir wieder eine entschuldigung einfallen für drei der vier beiträge der poetry night I. es tut mir leid (ich könnte jetzt rhetorisch weiterspinnen) nein es wird mir nicht leid tun was ich dazu, falls es irgendjemanden interessiert, zu sagen habe.

antwort eins gefunden: ich weisz, warum ich von der avantgarde hier niemanden sehe: was solln sie hier. eben wurde poetry verkauft, schön, schöne werbeveranstaltung, ja, cool, sehr pc ausgewählt, schön… aber: mich qualifiziert meine arbeit als gärtner auch nicht für den nature writing preis weil wie fr. schalansky richtig bemerkte die literarische qualität der texte entscheidend ist, nicht das eben viel natur vorkommt und man den zander rückwärts aufsagen kann. aus dem syrischen kriegsgebiet zu stammen reicht aber scheinbar für eine einladung; in einem hafen zu wohnen und deshalb nähe zur fischerei beweisen zu können auch, und alt und portugiese scheinbar auch. wenn die texte nur auf deutsch so schlecht sind, warum zum teufel noch einmal wird das publikum damit gequält. wenn sie in den sprachen der dichter auch nicht besser klingen, warum (zum teufel) werden diese autoren dem publikum vorgestellt. antwort: weil (vergessene erkenntnis auch des letzten jahres) diese reihe nicht mehr sein will als ein groszer büchertisch um autogramme abzustauben. wenn das, was ich eben hörte (mit ausnahme eines schweizer kuinzigen) das ist, was der dt. literaturbetrieb heutzutage meint fördern zu müssen…, krass. ich hoffe, diese poetrylesungen dienen nur dazu, das rahmende programm zu finanzieren, das mit den ausgewählten themen jdfs. im heute zu spielen scheint und nicht in den buchhandlungen, wo man unter -lyrik- nicht mehr als rilke/celan/brecht/tucholsky findet, aber jdfs. nicht moderne literatur, sprache der zeit. von heute. antwort 3: es ist auch ganz einfach jetzt zu durchblicken…, wenn die veranstalter meinen, ein paar in gebrochenem englisch vorgetragene einführungssätze auch noch übersetzen zu müssen, ist die zielgruppe für mich klar definiert. und so scheisze meine fremdspachenkenntnisse auch sind, ich bin es nicht. das glück, durch den besitz eines trotzdembedanktbedankt passes diese einschätzung überhaupt abgeben zu können, schulde ich dem biszchen schrieb und verwirrung wohl. fazit: literatur sehr genau auswählen und skeptisch lesungen gegenüber sein, wo nicht geredet wird. und wo übersetzt wird.

zauberflöte in der waldbühne, zb., absatz, schneller wechsel, jetzt eine pizza…

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nachtrag 2.3: zu schnell fahren wirbelt die lymphe durchenander und es entstehen wieder (entschuldigungen): natürlich bin auch ich zielgruppe genau jener als poesie verkauften poetry night. ich sasz ja nicht stattdessen bei wannous/self oder im geländeroman. aber: soll man wirklich mitten der gedichte den saal schnaubend verlassen? wie die rödelheimer sagen würden: seidomma ehrlich…

ende gelände tag 2.

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#2.4 nachtrag in der primaere

ich bin schon im schlafanzug, da klingelt mich die dame vom empfang aus dem bett. festnetz.

– ich glaube wir haben uns miszverstanden. kucken Sie sich Ihre schuhe nochmal an.

kurzer blick in die letzten aufnahmen.

– sehn Sie was ich meine? Sie müssen Ihre (turnschuhe sagt sie) wohl mit unseren docs verwechselt haben. ich möchte, dasz Sie sofort wieder in der primäre schreiben und nicht diese ephemeriden nachtkritiken, hinterhergeworfene wohlgemerkt. haben wir uns verstanden…, sonst piepts beim nächsten scanner aber gewaltig und das wars dann hasta luego arivederci oder tschüssikowsky wie Sie hier wohl sagen.

rauschen, klicken, tuten.

– ich leg dann mal auf. hab ich mich schon bedankt? hallo? haaalooo…

ich glaub sies echt sauer gewesen. hab das schnell improvisiert. primaere genug, oder…? oder.

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#3.1 0917

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biszchen regen auf der haut tut gut.

#3.2 1650
super. offensichtlich haben ein paar der in diesem post verwendeten keywords jemanden aufmerksam gemacht. was genau sich hinter der furchteinflöszenden adresse einer argusdateneinsicht verbirgt, wird noch zu eruieren sein; weiter haben, wenn ich die statistik korrekt interpretiere, auch menschen das prinzip dieses post erkannt und kucken, was ich so treibe. auf dem festival. im garten. usw.
nachher: science and the humanities und treffen junger autor(ich kann hier keine sterne setzen sonst wird der text nur schräg).

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#3.3 2055

also gut. die welt scheint i.o. zu sein. sie hat sich weitergedreht und alle protagonisten haben einen platz in der troja bekommen. schön. es scheinen alle genau zu wissen, wos hingeht. man sieht sichere hafen von quermarken angezeigt, die wurmlöcher werden gefüttert, die lyrik endlich entmenschlicht. gut. es ist wieder 2018. der smutje versorgt whiskey, die frage nach erlaubten vokalen wenn wir ehrlich sind ist geklärt. jemand mit wurstbrot im mund vergiszt dasz es sich um eine lovesendung entschuldigung livesendung handelt und das script veraltet. das bringt mich etwas aus dem konzept, als ich versuche, die troja am screen zu orten.

– L…, da ruft jemand nach dir.

der L. rempelt zurück. er wisse, müsse jedoch zum hafen, es sei eine der trojer falsch ausgeschildert gewesen unnu voller lemminge.

ich hoffes nich die unsere. dies eigentlich gut bestückt. jedes sitzt richtig meine ich. vom wisch keine spur. kein wischen der landschaft. die gekrümmten felder fliegen ordentlich vorbei und (nich von mir):

der morgen ist etwas das über die hügelkuppe kommt. r.s. dämmerungserscheinungen ii

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#nachtrag #2.3 poetry night

ich bin (während rasend natürlich) zu neuen erkenntnissen die poetry night I betreffend gekommen, die ich noch nachtragen will.

unbedingt hat die stimme einer aus kriegsgebieten geflüchteten, wenn sie sich in welcher form auch immer äuszern will, verdient, auf einem international und politischen festival der literatur gehört zu werden. man möge aber meinen einwand dagegen anhören, diese stimme unkommentiert in eine reihe von autoren zu stellen, die nicht primär um dessen, warum sie schreiben, sondern darum was und auf welchem literarischen niveau, geachtet werden. die bühne ist die richtige auf diesem festival. aber die texte werden in der art, wie sie präsentiert werden, gleichgesetzt mit zb. der lyrik des treffen junger autoren, die nicht nur m.e. von anderer qualität ist. ich kenne einen jungen mann im rollstuhl, der auch sonst nicht der hellste ist, aber er macht für seine verhältnisse gute musik und kriegt anerkennung dort, wo dafür eine bühne geöffnet wird unter einbeziehung aller voraussetzungen. er wird nicht plötzlich im berghain auflegen, weil jemand sagt, kuckma, der kleine im rollstuhl, arm dran oder.. (das ist arg untertrieben, für den jungen u. die dichterin…)

die lyrikerin hat anerkennung für das was sie macht, natürlich verdient. nur warum musz man dazusagen, dasz sie eine geflüchtete ist? weil sonst jeder denkt hä? und dieses hä kann man durchaus im vorfeld entkräften, indem die texte ich weisz nicht wie aber irgendwie eine note bekommen und relativiert im gesamtzusammenhang des literarischen materials, aus dem das festival bestritten wird. ist das irgendwie verständlich? doch, oder…

: bitte scheiszt mich zu, wenn ich mist erzähle; oder freundlich ausgedrückt: meinungen/kommentare durchaus gern gesehen.

wenn ich mir gleich die zweite poetry night anhören werde, statt im bhk zu verzweifeln, dann nicht nur, weil ich weiter dumme sprüche kloppen will, sondern weil es mich wirklich interessiert, was darunter verstanden wird, hier, lyrik international…, und ob sich mein erster eindruck bestätigt. das purer selbstzweck zur festigung der eigenen meinung…, oder auch nicht.

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#4.2 2146

die dame vom empfang erwartet, dasz ich in der primäre schreibe. das ist okay. ich habe genug stallungen gesehen. immer hinter zaum.

verlieren Sie nicht den -aspekt-, sagt sie noch, bevors in den bühneingang verschwindet. also passe mich an. wechsel jacke hose hemd, verzichte auf mützen usw. wir werden langsam einig, dasz beide parteien gewonnen haben. das podest verlassen ein grundlos zurückhaltender, ein belangloser deitscher (rechtschreibfehler, bleibt so…, wegen groszankündigung, unzutreffender), erneut politiker, brisant übersetzt, und jemand, für den es lohnte, bis zum schlusz zu bleiben.

– die nörglerin schubst mich: primäre!

ich habe den zaum vergessen. ist unsichtbar das zeug. macht mich beschwipst so ich habe den eindruck nur zu beobachten, ohne (involve.) warum auch. erkenntnis: aufgabe. druckstellen, die mir zugschustert werden, zugflüstert. hätte meine referenzfläche verspielt osä. meine, ich möchte, in demut harrend weiter so weiter so woyzeck rufen, der hinter mir seine erbsen auszählt. in seinem kofferradio die chemnitzer nachrichten, die gestern vielleicht noch… darum hier stets nur todesbahn todesbahn, schneeahnung, ahnung generell. das wird eine psycologische erkenntnis…; werden Sie, mach, also machen Sie, dann plötzlich kommt alles voll unscheinbar. sein Sie horst in echt, dann sind nicht für die anderen, glauben Sie das.

ich höre sie noch immer drängeln, dasz lob und kritik in eins und ich dem gaul zu sehr auf die zähne geschaut habe. kann sein. das noch ein biszchen woche, um was biegen zu können glaube ich. abends jetzt kälter. kalte referenz. ich weisz…, die schwabensöhne…; und ich mit meiner allerersten tübinger demut. wer will das wissen…

tschuldigung, das biers ok. und fünf mark mit 1 kaffe.

… ich hätte immer noch keine docs an.

#4.3 2240

lieber gl, liebe mg…,

offene natur. also open source der anwesenden avantgarde. also nicht mehr als writing.

Sie haben (wieder), d.h. ihr habt…, aber eigentlich nur, weil ich mich für den brief bedanken wollte, die ermutigung. das schreibt sich dort nicht einfach zurück, also dann hier, so stille post oder… wir würden das parkhaus gerne bespielen, ehrlich. dauerhaft. wenn man an bestimmten stellen (mit den füszen scharrt, in die hände klatscht…, oder was blödes sagt) gibt es eine seltsame akustische rückkopplung, analoge r. man kann das nutzen. ich habe magische löcher gesehn, die mit diesem effekt arbeiten, und leitlinien, die den schall an der decke des decks unheimlich verteilen so dasz, wer am andern ende vielleicht… ich weisz, erkenntnis gewinnt man daraus keine, lyrik entsteht -so- nicht. nur sie dort breitkloppen unters volk, das wäre meine idee. s gibt hier auch publikum. ich komm hier wech…, und auch wenn die hälfte der leute jetzt im osten wohnt, sind einige beweglich geblieben glaube ich und manche überlegen längst, wieder zurück zu. wollts ewig euern weinberg ernten…

s klingelt wieder. die dame again. ich hätte wie sie entsetzt festgestellt, immer noch meine jordans aus der grundschule an und wo sein die docs die sie mir scheiszenochmal so freundlich…

ihr seht, einer hat gehörig langeweile. es gibt wieder tingeltangel am bühneingang und allgemein sperr. bürgersteig sieht man hier nicht mehr unds zelt…, keine ahnung, auch hier parkhaus.

#5.1 2245

– bitte was…? tut mir leid, ich bin etwas weggedämmert…, ich hoffe nicht gesabbert zu haben. lag nicht an euch, der förster war grandios, die kieferngedichte und vogelstimmen, soviel ich mitbekam, ebenfalls.

– nein. natürlich werde ich wiederkommen…; morgen ist 9 und der garten ein anderer weisz ich.

vermutlich wird es in diesem jahr überhaupt nicht mehr regnen, wies aussieht. ob die vögel das überleben? ich habe versucht ein eichhorn mit der brause zu erwischen, aber es war fix, echt flink…, wollte ja nur nett sein…

wenn die empfangsdame (ich musz ihr mal irgendwann noch einen namen geben…) morgen rüberkommt, wird sie sehen , ich hab ihre docs angehabt. schön, oder…? oder.

………….

#6.1 1730 pause
zeit, einen tag auszulassen. fr. kluge meint (so heiszt die dame vom empfang), ich solle kurz innehalten, den berg (bullshit hat sie nicht gesagt, dafür ist sie zu alt) jdfs. -senf- einmal reflektieren und ggfs. relativieren. ja, ich glaube so spricht sie. schickt drohende zeigefingeremojis, wenn ich scheinbar vergesse, dasz sie mich da reingelassen hat und zwar nicht, um mich (nur zu beschweren oder meine kritischen äuszerungen auf toll, bravo, grandios… zu reduzieren.) recht hat sie. kommt immer wenn ich auftauche -durchs erlenholz gestrichen- und bleibt dann, 1m abstand von mir, mit heruntergerückter brille so stehen und beäugt mich.
– möchtens ein stichwort borgen? wie wärs damit (allein, bei wem…):
#der prokurist im hause hobbs oder Was unbedingt in eine einkaufstasche gehört.
wenn ich jemandem die gegend zeigen würde, der nicht von hier kommt, weil wir vom gelände wegen ohne fahrrad zum savignyplatz liefen oder weil dort die einzige kneipe ist, in die ich mit jemandem gehen kann, erzählte ich immer wieder dieselben geschichten. hier, wenn wir nicht bis zur der stelle vom pocoloco, wo es die besten, vielleicht einzigen nachos und corona gab, vorgelaufen waren, sondern direkt richtung norden, war die filmbühne wien; da haben wir früher bei rias2 karten für die sneak preview gewonnen jede woche also abgestaubt, weil immer 5 freunde gleichzeitig anriefen bei knut elstermann. zur selben zeit, erzähle ich, haben wir in den straszen hier zeitungen ausgetragen. da, auf der mauer, die das plateau vor dem quasi eingrenzt, saszen wir, ein wenig später natürlich, jeden mittwoch, weil wir nur manchmal wegen der musik zur jamsession gekommen waren, aber hauptsächlich, weil dort mit sicherheit alle irgendwann auftauchten. und hier, der knabe mit ziege, ein telefonkasten…, da haben wir einfach nur drauf gesessen glaub ich. wir hatten grad mit rauchen angefangen und auf dem kudamm, nachdem die scheiben von maredo mit spuckekugeln aus mcdonaldsstrohhalmen versorgt waren, ein paar kippen geschlaucht was der spettat mouching nannte, der zu der zeit zurückgekommen war. wenn wir jetzt hier weiter hoch gehen würden, wäre dort bis vor kurzem noch das (bis vor kurzem nahezu unveränderte) kantcafe gewesen; ein streitpunkt, manche mochten das, manche das hardenberg. das schwarze ist in meiner erinnerung immer nur eine hölle gewesen, in die man eben eintreten muszte.
diese dinge… gehörten unbedingt in den jutebeutel, den ich bei mir führen würde – wäre ich nicht hiergeblieben. sie wären in einem speckbrot notiert gewesen und nun bei einem unabhängigen verlag mit sitz in hä?
nein. da wären bis heute nur ein kaffebecher für die umwelt, eine sitzunterlage und ein opinel integraler bestandteil. der rest…, ist eben, was man sowieso immer dabei hat: rechnungen abrechnungen, visitenkarten, macadressen… und das schmale handtuch den schal das plaid; den einzuwickeln, dem kalt ist. also…, prosit…

….

#6.2 1924
die kluge gibt zu bedenken.
– Sie verlieren sich etwas, nicht? werden nostalgisch…, ein wenig überhoben. ich weisz, was Sie meinen; nur, die leute kommen ja zurück, Sie erkennen sie eben nicht mehr unter der einkaufstasche. aber schreiben Sie jetzt bitte endlich eine kritik!
ich weisz auch, was sie meint. am abend, wenn alles berechnet ist, fährt sie nach dem tegeler forst zurück und schaltet den rbb ein. kuckt, ob jemand über das festival berichtet. vielleicht. kann aber auch sein, dasz sie das gar nicht interessiert. es ist wohl so. trocken der wald, denkt sie; oder wird schon ganz schön früh dunkel; oder mist, schon wieder dominosteine bei penny. ich weisz was sie meint und dasz ich ihr noch etwas schulde auszer lebkuchen.

der urin an den hauswänden. der urin hinter den bänken am savignyplatz. der urin an bäumen und die hundekacke daneben. trocken die stadt. ein geruch, wie man ihn sonst nicht wahrnimmt. kein regen hat irgendwas weggespült, die nitrate konzentrieren sich überall dort, wo kein licht hinscheint. ich weisz, die kluge gab zu bedenken…
aber der bauarbeiter:
– für wen hältst du deine vorträge, laurie? hier sitzen nur leute, die dir eh zustimmen. wem willst du das patriarchat beseitigen? wen willst du darüber aufklären, dasz dies so sein musz? die einkaufstaschen, die das schon intus haben und mit bitch doctrine bedruckt sind? wem, denkst du, werden sie davon erzählen? mir? meiner alten und ihrn treueherzen? was soll die denn verstehen in dem quark.
ich weisz was er meint. vom nachbarn hat er einen job am einlasz bekommen, letztes jahr, und manchmal gehört, was oben im foyer gequirlt wurde. er war der einzige, ders nich versteht, er sollte auch nur aufpassen, dasz sich keiner in die luft…

die kluge wird ausrasten. ich habe noch nicht ein einziges wort geschrieben.

#7.1 1410

heute abend vielleicht & hier: die neue freundlichkeit von dolichovespula media. warum ich in diesem sommer drauszen gern wurstbrote esse.

#6.3 1844

science and the humanities heute drauszen, wegen saalkoller… habe mir vorgenommen, die chilligen wespen einmal zu hinterfragen, also warum wenn es doch mio zu sein scheinen diesjahr, sie so merkwürdig entspannt sind. ja, klar…, sie flummen einem ums brot rum, stecken sich manchmal in die cola das bier den eiskaffe, aber allgemein…, weder penetrantes umschlabbern der mundgegend, noch am kopf hals irgendwo, man schubst sie kurz weg und is gut. sagen, ja, habich kapiert, komm später wieder, lasz mir einfach n krümel liegen. phänomen, woyzeck, phänomen…; zulage…

die geschichte ist glaub ich, dasz im cern irgendwas lief; ich hab irgendwo gelesen, dasz sie bombus terrestris durch die tunnel gejagt haben und andersrum die vespula hybriden, die sie jahrelang als solitäre gezüchtet, so dasz diese, mit den dicken hummeln kollidierend, chillwespen ausstieszen. so ging die geschichte glaub ich, kann sein, das sind fake news; ist eine sonst sehr verläszliche quelle.

das jdfs. der grund warum man sein leberwurstbrot getrost drauszen zu sich nehmen kann, in anbetracht der (zunehmend) intoleranz fleischkonsum gegenüber sowieso keine schlechte idee, zumal mitten des vortrags seine vesper austuppern…

schon wieder wassersport statt literaturen der welt. die kluge wird mich killen…

#7.1 1914

bedarf avantgarde: verlegung literaturfestival -> acud. verlegung nature writing@naturkundemuseum -> berlin-spandauer schiffahrtskanal. subject science and the humanities: limnologie. so müszte das heiszen… allgemein pionierender aufwuchs, no referenz.

….

7.2

#9375.

ich hafte selbst nur flechte auf dem längst sediment der avantgarde, immer als meine eigene symbiose. von irgendwo staubte es mir zu, dasz hier

pioniere siedeln wollen, wo m. hyphen langsam jetzt das granit der gehwege zu zersetzen suchen. aber es braucht lange umwege aussperrung des bürgertums aus der referenzfläche damit dort wieder

humus entsteht.

#8.1 1900 über das kuinzige

ich möchte mich nicht beschweren, weils natürlich auch irgendwo lustig ist, wenn die unterirdischen ihre witze mit einem machen. heute (und auch sonst): spasz mit dem schlauch.

es scheint immer einer von ihnen jdfs. wach zu sein und versorgt, dasz zu jeder sich bietenden gelegenheit der gieszschlauch an den üblichen stellen hängenbleibt. ja…, sehr komisch…, hamwa jelacht…

noch witziger allerding: als ich das lustige treiben einmal schön dokumentieren will und laufe, ziehe hinter mir her den schlauch, darauf wartend, dasz er schon noch festhaken wird: nix. der schlaumeier hat auch das bestellt: jetz soll ich schön allein zurück und den schlauch sich verwickeln. naja. wird schon noch.

et voila…, paar runden später:

und, einmal noch:

und nochmal…

der kobold meint ca.: hab schon lange nich geduscht. okay, wasser kommt.

#8.2 2231

(das bier wird immer besser…) & ich verteil nur ansichtskarten.

der zweite schreibende, der mich wirklich begeistert. cusk, rachel…; kudos. mag dann doch an der (so verstandenen) grösze liegen, relevanz scheinbaren. natürlich, voller saal, der festivalleiter kuckt rein, leute kommen, wenige gehen…; vielleicht vergleichbar mit fr. penny im letzten jahr… bücher über den literaturbetrieb nehme ich sonst eher aus hldshm/lpzg etc wahr…, schön, das mal aus einer weniger provinziellen warte zu hören, jdfs. nicht von einer zugezogenen -bergerin…

der vorleserin selbst angenehm zuzuhören; im gespräch halbe sätze, natürliches gestammel, verlegenes ausderbahn ob des -so interesting!-…, verlorene fäden… verlorene immer fäden.

#8.3 2340 nachtrag zum kuinzigen

ha ha, how funny…! es reicht dem kobold scheinbar nicht, mir tags den schlauch zu verknoten, nee, er weisz auch auszerhalb des spielplatzes lustige events für mich zu erfinden. zb: panikatacken, als ich mein goldenes (herrenrad…) wo ich den ort des (events) bereit bin zu verlassen, ziemlich nackig, also szsg. mit heruntergelassener hose also hier: mit herabbaumelndem schlosz, an einer ganz andern haltestange, seines schildes nun seltsam bar, vorfinde. er hat wohl nur schnell bier vom späti…, nette unterirdische dort in der pariser gegend…; ich glaub aber sie wollten mir n zeichen geben ich soll dann doch lieber mal die mütze tragen. diese vögel… na wartet, euch werdich morgen übern hof scheuchen…; aber entschuldigung die herren önnereesken, wahrscheinlich hab ich teletubbie wieder nur vergessen den schlosz zu…

#9.1 2245

schon wieder freitag. schon wieder fast alles vorbei, oder… und dann, treffsicher zum abschlusz, ein wieder wirklich gelungener abend. ein wortweiser moderator sitzt zwischen 1 funkelnden iren und 1 nicht minder sprühenden deutschen interpreten von days without end. eine schlaflose lesung, ein aufregendes theater, das die drei da veranstalten. der autor nimmt sich alle zeit und ruhe, um auf die fragen d. publikums einzugehen, nachdem genug gelesen wurde, um zu wissen, dasz man das buch schon kaufen sollte. vielleicht nicht, es unbedingt signieren zu lassen, warum das zum teufel…, aber um in ein paar hoffentlich anstehenden regentagen ein biszchen wenigstens irischer seele…; zumal, wenn alles hungert, dann hungern wir auch.

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#10. oder…, 10.1 last entry 2305, sollte mir nich noch ein geflüsterter nachsatz einfallen…

nur noch disko. mir fällt schwer, mittelwesen zwischen hipster und dandy auszumachen. no horst no bernd no spettat. nur spektrum, der gängigen farben, die der literaturbetrieb hergibt meine ich. (meine kommas setze ich selber. sie sind atemanweisungen und nicht zu beanstanden. (punkt))

ob der durchgebrochene tisch dafür zu verantworten ist oder eine darauf folgende blaskapelle, weisz ich nicht, jdfs. macht der betrieb ein ganzschönes fest aus dem letzten abend. natürlich da pulk. natürlich werden chemika ausgetauscht. natürlich… werden menschen jetzt politisch.

man musz nicht versuchen, hier einen nenner zu finden, der mehr aussagte, als dasz der betrieb diese bühne braucht, wirklich braucht. also nenner, der die leute zusammenhält. ist anmaszend, ich weisz…, überhaupt urteile zu fällen. und ja, frau kluge war natürlich nur -die erfindung-, um überhaupt mich hier so penetrant in den vordergrund zu stellen. sie hat sich jetzt nicht mehr weiter gemeldet, deshalb nehme ich an, unser (konflikt) ist hiermit ausgestanden; ich habe wohl ein paar akzeptable resümee durchgestellt, sie wird abundzu die hände überm kopf zusammgeschlagen haben und verflucht, dasz sie sich auf so etwas einliesz. nur, ich habe kein scheisz erzählt, fast niemanden gedisst, und dieses event in einem guten licht dastehn lassen, oder? oder. das für mich jdfs. der bleibende über die tage eindruck, den mein quatsch auf mich macht. jungejunge…, kleiner spast…, was verlierst du nur immer an diesen orten…

und sonst? vielleicht mehr kaspper wär schön, mehr bauarbeiter generell, mit richtigen sprüchen…, nicht nur halbgenuschelte randbemerkungen zwischen die mühsam erklommene, überzeugende abschluszrede. aber wo musik bläst, da traut man sich auch schnell ein lautes bier den umstehenden zu bemerken, wenn der rest eh kein deutsch spricht. was ich meinte, hipster/dandies und claquere und aufklatscher, dazwischen wenig echtes lachen, aber gelächter. leg das einer den franzosen mal auseinander, was der unterschied ist…

i‘m off. chips are down oder die schiffe eben. unweit das gesträuch wird mich verschlucken bzw. das mittlerweile richtig gute bier. schüss…

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0041. okay da war noch was.

die (silbertöne). et voici…, „aus freude sagen wir von sorgen, wie dunkler wein… und… morgen…, seinen gang.“ habt sonne im herzen!

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weiterlesen? na hier.